Die populären Irrtümer

"Wer sich weniger anstrengt, verbraucht mehr Fett"

Es ist tatsächlich so, dass bei geringer Belastung der Anteil der Energie, die der Körper bereitstellt, zu einem höheren Prozentsatz aus Fett gewonnen wird. So gesehen verbrennen wir mehr Fett beim Schlafen als bei jeder Art von Bewegung. Doch nur im Schlaf seine Fettpolster abzubauen, wird wohl nicht klappen. Ein Rechenbeispiel macht dies deutlich: Wer sich etwa mässig, ohne deutlich erkennbare Anzeichen von Anstrengung bewegt, erreicht damit etwa 60 Prozent seiner maximalen Herzfrequenz. Auf diesem Niveau verbrennt er durchschnittlich etwa acht Kilokalorien pro Minute, drei Viertel davon, also sechs Kilokalorien stammen aus den Fettdepots. Wer sich so weit anstrengt, dass er "ins Schwitzen" kommt und dabei auch schon soweit keucht, dass er gerade noch problemlos sprechen kann, bewegt sein Herz etwa mit 80 Prozent seiner Leistungsfähigkeit. Dabei verbrennt er rund 16 Kilokalorien pro Minute, rund 50 Prozent davon stammen aus dem Fettgewebe. Das sind immerhin acht Kilokalorien und damit deutlich mehr als beim gemütlicheren Training. Um wirklich Gewicht abzubauen, muss man schlicht mehr Energie verbrauchen, als man zu sich nimmt. Es langsam und der eigenen Motivationslage entsprechend anzugehen ist trotzdem sinnvoll: gerade bei wenig trainierten Menschen gewöhnt sich so der Körper nach und nach an die Bewegung, die angenehmen Impulse des aktiven Hormon- und Enzymsystems ermöglichen es, die lustvollen Seiten der Bewegung kennen und spüren zu lernen, die Intensität kann dann je nach Wohlbefinden und körperlicher Verfassung allmählich gesteigert werden.

"Maximale Anstrengung bringt die besten Ergebnisse"

Um ein Fitness-Level zu erreichen, von dem die Gesundheit profitiert, muss man keine Höchstleistungen anstreben. Wichtiger ist die Regelmäßigkeit. Dabei hilft es schon, die Möglichkeiten des Alltags besser zu nutzen: etwa konsequent Treppen steigen oder mit dem Hund nicht nur vor die Tür, sondern richtig spazieren gehen. Wirksames und zugleich schonendes Training bieten unter anderem Schwimmen, Radeln und flottes Gehen. Wichtig ist aber: es muss auf jeden Fall Spaß machen. Wer sich hier unter Leistungsdruck setzt, tut sich auch keinen Gefallen.

"Nur regelmäßig Sport führt zu einem gesunden Bewegungspensum"

Viele lassen sich allein schon durch die Begriffe "Sport treiben" und "Fitness" abschrecken; Sport - das klingt nach schwitzen, sich quälen bis zur totalen Erschöpfung. Besser wäre es, von körperlicher Aktivität zu sprechen. Bewegung ist gleich Gesundheit. Schon wer zehn Minuten täglich flott geht, leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung seiner Gesundheit. Und wer sich ausschließlich im Alltag, im Büro, Haushalt etwas mehr bewegt erzielt alleine dadurch einen Mehrverbrauch an Kalorien, der ihm gut tut und seine Fettdepots abbaut.

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